GEGEN KOLLEKTIVSTRAFEN – FÜR EINE LEBENDIGE FANKULTUR

„Wir sind immer hier, die Kurve das sind wir…“ erschallt es kurz vor Anpfiff des heutigen Spiels aus dem Oberrang, in dem auch das dazu passende Spruchband hängt.

Für uns ist dieser Gesang nicht nur eine Floskel, denn wo auch immer der FC Bayern München spielt, sind wir Fans aus der Südkurve anwesend. Selbst bei einer Kollektivstrafe, wie dem Teilausschluss am heutigen Heimspiel, sind wir lautstark und zahlreich im Stadion vertreten.
Wir haben bewiesen, dass Kollektivstrafen ins Leere laufen und die Strafenpolitik des Verbands und unseres Vereins jederzeit ad absurdum geführt werden kann.

Die UEFA hat fast 4.800 Plätze im Unterrang der Südkurve für das heutige Heimspiel geschlossen. Der FC Bayern München hat diese bereits unverhältnismäßige Strafe aus freien Stücken verdoppelt, wodurch alle 9.336 Plätze im Unterrang gesperrt wurden. Ein solches Vorgehen ist ein beispielloser Präzedenzfall, der nicht unwidersprochen bleiben darf.

Kollektivstrafen sind nicht mit dem Rechtsgedanken einer freiheitlichen Gesellschaft vereinbar, auch im Teilbereich des Sports. Sie spielen die Betroffenen gegeneinander aus und nehmen Unbeteiligte in Sippenhaft.

Wir fordern alle Vereine und insbesondere den FC Bayern dazu auf, sich für seine Fans und Mitglieder einzusetzen und das unverhältnismäßige Rechtsverständnis der UEFA kritisch zu hinterfragen.

Wir werden Kollektivstrafen niemals akzeptieren, denn „wir sind immer hier!“